Versilberter Kunstharz-Schädel mit Klosterarbeiten und Borten, Drahtwickel-Ornamenten und Sternen aus Dresdener Pappe verziert. Mit Metallkrone und einem wunderschönen gewebten Tuch mit Wollborten, auf einem Sockel mit Ausbrenner-Stoff überzogen. Bis September 2024 im Hexenmuseum Liebegg in Gränichen in der Schweiz zu besichtigen. 

DIE DREIFALTIGE GÖTTIN
Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz. In vielen Märchen spielen Farben eine große Rolle. Die Farben des Silberschmuckes in Edertechnik auf diesem hochwertigen Kunstharzschädel erzählen von der Urmutter. Weiß ist die Farbe der Unschuld, der Reinheit, der Klarheit, des Samen, der befruchtet und Leben bringt.
Rot ist das Blut, der Lebenssaft, die Fruchtbarkeit. Viele Rituale bei Naturvölkern aus aller Welt werden mit roten Tüchern, roter Kleidung, roter Erdfarbe oder Blut abgehalten.
Und Schwarz der abnehmende Mond, das feuchte Erdreich, aus dem wir hervorgekommen sind, das Universum.
Werden, Sein, Vergehen.
Abnehmender, voller und zunehmender Mond.
Das Stirnband ist eine original antike, venezianische Borte, als Hintergrund dient edler schwarzer Brokatstoff. Die Ornamente am Kinnriemen sind mit feinstem Haardraht gewickelte Teile, das obere Ende bildet eine "Pfauenfeder" aus Gold- und Silberdrähten mit rautenförmigen "Kreuznägeln" aus Silberlahn.
Die Ederarbeiten mit denen die Krone geschmückt ist, bestehen aus vielen hunderten Einzelteilen wie Glasperlen, feinsten Silberdrähten und Silberlahn, sowie echten Granatperlen, die in vielen Stunden Handarbeit verarbeitet wurden.
Der Schädel liegt auf einem Brokatstoff-Polster mit silberfarbigen Kordeln und Quasten.
Das Schmücken von Totenschädeln, Gebeinen und Skeletten als Reliquienverehrung oder Heiligenverehrung (Katakombenheilige) hat eine lange Geschichte, ebenso das Darstellen der Vergänglichkeit mit "Betrachtungssärgleins" oder "Tödleins" sowie "Memento Mori"- Arbeiten (Miniatursärge und Skelette, Klosterarbeiten mit kleinen Totenschädelchen, usw... )