AUFTRAGSARBEITEN

Wenn jemand mit einer Idee zu mir kommt, dann wird besprochen, für welchen Zweck die Arbeit gewünscht ist, es werden Details wie Farben, Größe, Menge des Schmuckes, Anordnung, Kosten, usw... besprochen.

Viele meiner Kunden vertrauen mir auch einfach und lassen mich machen. Lasse ich meiner Kreativität freien Lauf, dann entstehen die wundersamsten Dinge.

Oftmals entstehen die Ideen durch eine schamanische Reise die ich zu der Figur mache, die geschmückt werden soll. Gerne halte ich den Kunden mit Bildern und Texten am Laufenden, auf Facebook findet man die "GoldSpinnerei"- Gruppe in der ich laufend zeige, an welchen Projekten ich gerade arbeite.  

Brautkrone

 

DIE ENTSTEHUNG DER BRAUTKRONE

 

 

 

Im September 2021 trat Sabine Krump, die Zwirnknopfmacherin aus Pregarten in Oberösterreich auf mich zu und fragte mich, ob ich eine Brautkrone für sie machen würde. Ich habe noch nie eine Brautkrone gemacht und hatte keine Ahnung wie sowas geht, also sagte ich zu. Ich liebe Herausforderungen. Ich durfte ganz intuitiv arbeiten, es gab keine Vorgaben, weder Größe noch Farbe.

 

Monate habe ich damit verbracht, mir im Kopf die Krone zusammen zu stellen. Suchte in meinen Klosterarbeits-Büchern nach Kronenfotos und Bauanleitungen für kleinere Haarkränze…

 

Ich bestellte kronenförmige Kerzenständer, die ich mit feinem Leder überziehen und mit Klosterarbeiten benähen wollte. Kaufte Ledernadeln und schnitt alles zu, nur um dann festzustellen, dass es so nicht klappt. Das Leder war viel zu dick und ich hätte ewig gebraucht, die vielen Einzelteile fest zu nähen. Ich tüftelte Tag und Nacht im Kopf herum, wie ich den Unterbau machen könnte, stöberte im Internet nach Brautkronen-Fotos aus dem Montafon und prächtigen Schäppeln aus der Schweiz.  Fragte befreundete Klosterarbeits- Damen. Niemand wusste Genaueres, es gab keine Vorlagen, keine Arbeitsanleitungen. Und die Internetfotos von Brautkronen zeigten nie das Innenleben. Irgendwann war ich mir sicher: „Des wird nix.“  Fehlende Maschinen, fehlende Kenntnisse, nicht mehr erhältliche Werkzeuge. Sehr unwahrscheinlich, dass ich eine Brautkrone bauen kann.

 

Aber aufgeben war trotzdem keine Option, also wandte ich mich an Menschen, die schonmal sowas gemacht haben. Eine nette Dame aus Bayern, die ich auch im Internet gefunden hatte, machte mir nicht viel Hoffnung. Telefonisch erzählte sie mir, wie viele Arbeitsstunden sowas braucht, nämlich über 400! Und dass es die Werkzeuge, die man zur Herstellung benötigt auch gar nicht mehr gäbe. Metallstanzen, Wickelmaschinen mit Fußpedal im Eigenbau und vieles mehr. Und sie hätte sich originale Kronen aus dem Museum ausborgen dürfen, um zu sehen, wie sie gemacht sind, und sie so originalgetreu wie möglich nachzubauen. Es schien unmöglich. Wer würde so viele Arbeitsstunden bezahlen und dann noch das viele Material das man dafür benötigt? Golddrähte, Granatperlen, Rehleder, Glasperlen, Pailletten, Flitterkram, Wachsperlen, Messing- und Kupferdraht, Metallfolie, Karton, Nähzeug und vieles mehr?

 

Unter Anderem bräuchte man eine Maschine mit einem Fußpedal und einem Bohrmaschinenmotor, damit man feine Drähte zwirbeln und alle paar Zentimeter so Flitterkram wie Pailletten, kleine gestanzte Blätter oder Ähnliches auffädeln kann. Dazu müsste man den Motor mit dem Fußpedal verbinden. Und die Zwirbelmaschine dürfte sich nicht zu schnell drehen, da ich mit dem Auffädeln sonst ja nicht hinterherkomme.

 

Anfang Januar habe ich dann begonnen, meine Erkenntnisse und daraus resultierenden Ideen umzusetzen. Ich bog einen Ring aus Karton, stanzte Löcher am Rand entlang und stanzte danach eine Metallfolie im selben Abstand. Nähte die Beiden Teile zusammen und schloss den Ring indem ich ihn wiederum in zwei Reihen zusammennähte. Am oberen und unteren Rand befestigte ich einen Ring aus Kupferdraht, den ich mit einem Rehleder-Streifen verdeckte sodass die Krone unten weich am Kopf aufliegt und oben einen schönen Abschluss hat.

 

Danach begann ich mit den Klosterarbeiten. Die Farben wurden festgelegt. Silber- und Golddraht, Granatperlen und andere Perlen im selben Granatrot und dazu Flaschengrün. Außerdem schickte mir Sabine zwei Streifen Samtstoff, die mit Goldstickereien überzogen waren, also kam die Farbe Schwarz noch dazu. Weiße Wachsperlen waren auch dabei, so standen die Farben fest: Granatrot, Flaschengrün, Silber, Gold, Schwarz, Weiß.  Ich dachte dabei an Trachtenstoffe, so passte die Krone gedanklich zu allen üblichen Dirndlfarben dazu. In diesen Farben machte Sabines Freundin Hildegard Krammer aus der Steiermark Perlknöpfe für die Krone. Diese wollte ich zum Schluss am oberen Teil der Krone befestigen. Sabine arbeitete zeitgleich an goldenen Zwirnsknöpfen, die am unteren Rand der Krone geplant waren.

 

Mein Mann Mattias baute mir ein Holz mit eingeschlagenen Nägeln die mit einer Zange „geköpft“ wurden, damit ich daran einen Silberdraht mit gekraustem Draht überzogen formen konnte, den ich für eine Borte in Grün und Rot brauchte. Diese Technik hatte ich in einem Buch gesehen und wollte sie unbedingt ausprobieren. Es war gar nicht so einfach, wie es im Buch aussah. Die einzelnen Draht- Vierecke sollten mit Perlen umwickelt werden, sollten sich aber nicht verbiegen, da die Kästchen sonst schnell sehr unförmig aussahen. Nach vielen Versuchen klappte es halbwegs und ich schaffte es, die Borte fertig zu stellen, auch wenn sie nicht ganz perfekt geworden ist. Überhaupt war nichts an dieser Krone perfekt, aber ich war mir auch sicher: Wenn sie fertig ist, wird das viele Unperfekte grade ihren Charme ausmachen und Kreativität muss einfach siegen.  Und der Prototyp ist halt ein Überraschungspaket.  Ich wollte mich auf keinen Fall unterkriegen lassen von Zweifeln oder Selbstkritik. Mein Papa Siegfried Benatzky hat mir dann die benötigte Maschine zum Draht-Zwirbeln erfunden und gebaut. Er besorgte einen Bohrmaschinenmotor und ein Fußpedal, hat es verbunden, auf einem Brett montiert und mit dem Pedal kann ich nun ein- und- ausschalten. Der Motor dreht einen Haken an dem ich die Drähte befestigt habe und er dreht sich nur ganz langsam, damit ich Zeit habe, Blätter und Pailetten oder anderen Flitterkram aufzufädeln. So bin ich nun im Besitz der einzigen Ybbstaler Benatzky`schen Drahtzwirbelmaschine!

 

Nachdem ich alle Einzelteile der Klosterarbeiten fertig hatte und die Perl- und Zwirnknöpfe mit der Post bei mir gelandet waren, begann ich damit, alles aufzunähen. Zuerst befestigte ich am oberen und am unteren Rand eine Goldborte, unten ein bisschen überstehend, damit man mit Haarnadeln die Krone am Kopf befestigen kann. Danach nähte ich die selbstgemachte Perlenborte mit den roten und grünen Vierecken ganz oben fest. Es folgten die kunterbunten Posamentenknöpfe von Hildegard, die ich nun doch lieber ganz unten haben wollte und die silbernen Klosterarbeiten-Blüten in der Mitte der Krone. Die vielen Zwischenräume mussten nun aufgefüllt werden, also machte ich sehr, sehr viele Blüten und Blätter in Gold und Weiß, damit kein Bisschen Platz frei blieb. Die goldenen Zwirnsknöpfe mit den Perlrändern, die Sabine gemacht hatte kamen über die Blüten und die allerletzten freibleibenden Plätze wurden mit kleinen schwarzen Stoffrosen gefüllt. Ich nähte so viele Einzelteile fest, dass damit der Unterbau der Krone komplett bedeckt war. Ich habe einmal versucht, in etwa zu schätzen, wie viele Teile man braucht für die ganze Krone,  habe aber aufgegeben, da alleine ein einziges Blütenblatt schon aus drei oder mehr Teilen besteht, und eine der Silberblüten zum Beispiel etwa 80 Teile enthält. 

 

Danach befestigte ich die Kupferdrähte die ich mit goldfarbenem Stoff überzogen hatte im Inneren der Krone. Die Drähte sollten oben über dem Rand der Krone hervorragen und an ihnen sollten weitere Klosterarbeiten und Zwirnsknöpfe herunterbaumeln. Da ich aber die Zwirnsknöpfe nun schon am unteren Teil der Krone festgemacht hatte, brauchte ich nochmal welche und Sabine lieferte prompt 9 Stück Nachschub. Ich machte also weitere Klosterarbeiten, die runterbaumeln sollten. Außerdem wollte ich daran die Flitterketten befestigen und eventuell noch Klosterarbeiten die nach oben wegstehen sollten.  Es wurden also wieder Drahtblätter gewickelt und Perlen gefädelt und Draht verzwirbelt und alles an den Stäben und am oberen Rand der Krone festgemacht.

 

Zum Schluss machte ich einen mit Stoff überzogenen Kartonring für die Innenseite der Krone (dazu zerriss ich einfach alte Damast-Bettwäsche in Streifen und wickelte sie um den Kartonring), an dem ich seitlich die Samtbänder befestigte, mit denen man die Krone am Kopf festbinden kann- sowie für den Steckkamm, damit die Krone in den Haaren Halt findet.

 

Und weil die Krone nun außen hui und innen pfui war, kleidete ich die Innenseite der Krone mit den Gold-bestickten Samtbändern aus, die mir Sabine geschickt hatte und die sie von einem antiken Hut abgelöst hatte. In diesen Trachtenhüten wird die bestickte Seite auch auf der unteren Krempen- Seite getragen, sodass man die wunderschönen Stickereien nicht gleich auf den ersten Blick sieht! Nun hatten die Bänder also wieder eine versteckte Aufgabe, sie zierten die Kronenwand innen. Zuletzt habe ich dann noch den Haarkamm an der Innenseite der Krone befestigt, damit man sie feststecken kann und sie nicht vom Kopf rutscht. Ich habe den Kamm zuerst mit Zwirn festgenäht, dann noch einmal mit Draht genäht und zuletzt auf beiden Seiten mit der Heissklebepistole geklebt. Die Innenteile wurden alle mit Heissklebepistole gemacht. Das war zwar früher sicher nicht so, ist aber eine Errungenschaft der Moderne, auf die ich nicht verzichten wollte. Früher wurde wahrscheinlich mit Leim geklebt.

 

Über ein halbes Jahr dauerte es, bis die Krone fertig war. Eine einmalige, unperfekte, wunderschöne, kunterbunte und prachtvolle Brautkrone.

 

Und erst als sie wirklich ganz fertig war, habe ich es selbst geglaubt, dass ich es geschafft habe. Ich freute mich sehr, dass sie letztendlich wirklich so ausschaute, wie ich sie im Kopf hatte. Und ich habe viel gelernt dabei und sollte ich nochmal eine Krone machen, werde ich einiges schon wissen und mir leichter tun, bzw. einige Details anders machen. Was mir sehr geholfen hat waren Ledernähnadeln, die vorne spitzt zugeschliffen sind und deshalb leichter durch Karton, Stoff, Goldfolie, usw… stechen.

 

Zu den goldenen Blättern die auf dem gezwirbelten Draht hängen, wollte ich auch noch etwas anmerken. Ich habe zwar Stanzen mit Blatt- Motiven gekauft und mein Mann und mein Sohn haben begeistert Metallfolien-Blätter gestanzt, nachdem ich zuerst Goldblätter aus Folie geschnitten und vergoldet und gelocht hatte mit Ahlen, die ich mir auch extra gekauft habe. Aber letztendlich habe ich dann doch fertig gekaufte Goldblätter genommen, die wesentlich stabiler sind und besser aussahen, als die selbst gestanzten.

 

Ich bedanke mich für das Vertrauen, die Geduld, die Nerven und den tollen Auftrag bei Sabine Krump, die von Anfang an an mich geglaubt hat und sich sicher war, dass die Krone etwas wird, als ich nocht nicht einmal wusste, wie ich anfangen sollte!   

 

Letztendlich habe ich durch`s TUN gelernt und was zögerlich begonnen hat endete dann mutig und wurde belohnt. Irgendwann ist der Punkt überschritten, wo man aufgeben kann, dann hat man einfach zu viel reingesteckt und muss weitermachen und kreativ sein, sich was einfallen lassen, wie man es weiter machen könnte.

 

 

 

Die GoldSpinnerin, Sonja Raab

 

www.goldspinnerei.at

 

 

 

Antike Stallbethen restaurieren

Ein Sammler antiker Volkskunst und Antikhändler kam auf mich zu und bat mich, seine Stallbethen zu restaurieren. Diese Ketten aus Tierkrallen, Zähnen, Pfoten, Haaren, Münzen, Knochenkreuzen und Medaillons wurden früher an die Stalltüren gehängt um das Vieh vor der Drud zu bewahren (einem Wesen, das Mensch und Tier Unheil bringt und krank macht, daher auch der Begriff "Druddruck`n" für Alpträume)

Ich habe die Ketten vorsichtig zerlegt, gesäubert und wieder neu gefädelt/ geknotet und kaputte Teile ersetzt.

Ein lustiges Detail: Wir haben dafür extra Hendl gegessen, damit ich die Hühnerknochen danach färben und als Knochenkreuz verwenden konnte. Es war natürlich ein Bio-Freilauf-Hendl!

Brautschmuck in Silber und Weinrot

Das weinrote Kleid der Braut sollte die Farbe des Schmucks bestimmen. Sie kam mit der Schwiegermama zu mir in die Werkstatt und durfte sich etwas aussuchen. Sie entschied sich für silberne Sissi-Sterne mit Perlen in der Farbe des Kleides und konnte die Haarnadel-Sterne wenige Tage später abholen.

Mariazeller Madonna

Eine Nachbarin meiner Eltern brachte diese Madonna aus Mariazell mit und bat mich, sie zu schmücken. Sie ließ mir völlig freie Hand. Schon als ich sie zum ersten Mal in die Hand nahm, sah ich sie in dunkelblauen Gewändern vor mir und entschied mich, sie in Gold und Dunkelblau zu schmücken. 23 cm hoch und 13 breit ist der Glassturz mit Sockel.

Vogelschnäbel

Ich bekam eine Anfrage von einer jungen Dame, die gerne einen Ritualstab wollte, an dem ich ihre gesammelten Vogelschnäbel und Krallen befestigen sollte sowie Klosterarbeiten dazu arbeiten. Ich erklärte ihr dann, wenn sie den Ritualstab mit in den Wald nehmen will, dann sind die Klosterarbeiten unegschützt und können leicht verbogen werden, ausserdem sind sie nicht für im Freien geeignet, da das Gold dunkel wird und Sonnenlicht auch nicht gut ist für die Arbeiten. Wir haben uns dann auf eine alte Blechdose geeinigt, in die ich die Schnäbel reinarbeitete, mit Klosterarbeiten schmückte und dazu brachte ich noch den Heiligen Franz von Assisi ins Spiel. Obwohl die Kundin so mit Heiligen überhaupt nix am Hut hatte, war sie letztendlich doch überzeugt und so wurde der Deckel der Dose noch mit dem Franz von Assisi verziert. :-)

Einige Tage nach Erhalt ihrer Klosterarbeit kam diese schon bei einem Ritual zum Einsatz, was mich sehr freut.

Rosenkränze restaurieren

Ein Antiquitätenhändler bat mich, kaputte antike Rosenkränze zu reparieren.

Die original Schnüre waren teilweise zerfallen, die Perlen verstopft mit Schmutz und Material von den Schnüren. Ich habe alle Perlen innen ausgeputzt und die Rosenkränze mit Sehnenmaterial (reissfest, gewachst) neu gefädelt und geflochten, verknotet, usw...

Da die Sehne dicker war als das Loch der Perlen musste ich dazu eine Technik anwenden bei der man mit einem Zwirnsfaden eine Schlinge vor der Perle legt und damit die dicke Sehnenschnur durchzieht.

Es war auch darauf zu achten, wie die Perlen im Original angeordnet waren.

Versilberter Ziegenbock mit symmetrischen Anteilen

Der Kunde möchte einen versilberten Ziegenbock das das Chaos- Symbol, sowie symmetrischen Anteile, teilweise Edertechnik, Boillondraht-Rosen, symbolische "Wassertropfen" aus Glasperlen, gewickelte Silberdraht- Blätter und feinste Ederschlingen-Blätter mit Miniaturperlen beinhalten soll. Auch Blüten und Ranken aus antiken schwarzen Holz-Rosenkranzperlen sollen vorkommen.

Fatschenkindl restaurieren

Die Bilder oben zeigen ein antikes Fatschenkind, das ein Kunstsammler aus Deutschland gekauft hat. Ich erhielt den Auftrag, den Schrein- also die Rückwand, Decke und Boden des Holzkästchens neu zu verkleiden. Daraus ergab sich ein kleines Farbproblem, denn wenn ich mich an die grau-silberne Farbe des Kindls halten musste, blieben nicht viele Möglichkeiten, die Wände zu schmücken. Der Besitzer wollte einen "Sternenhimmel" auf der Rückwand. Ursprünglich war die gesamte Komposition des Originals ziemlich arg gemustert und die Farben passten überhaupt nicht zusammen. (Rotes Bett, silbernes Kindl, Rückwand karriert mit Mustern und hellblaue Masche am Gewand des Kindls)

Darum habe ich nun die Idee gehabt, das Kindl ebenfalls umzukleiden, ohne allerdings das antike Kindl zu zerstören. Ich habe also eine Hülle genäht, neue "Fatschen" die dem Kindl nun eine neue Farbe geben und somit konnte ich auch die Umgebung des Kindls farblich schöner gestalten. Ich habe die antike Metallborte vom alten, knallroten Bett des Kindls vorsichtig heruntergelöst, neue Polster und ein neues Bett genäht, neu gefüllt und die antiken Borten wieder drauf genäht. Das Kindl wurde gesäubert, es wurden schöne Stoffe und Borten ausgewählt und ein Stück fehlende Metallborte konnte ersetzt werden.

Trösterchen nach dem Tod des Mannes

"Trösterchen" nennt sich dieses kleine Schätzchen.
Ein Geschenk zum Geburtstag für eine Frau, die gerade ihren Mann verloren hat.
Ihre Schwester hat mich kontaktiert und das Einzige was vorgegeben war, es sollte eine Marienfigur darin vorkommen und ich durfte intuitiv nach dem Foto der Schwester arbeiten.
In dieser Klosterarbeit ist alles enthalten, was zum Thema gehört. Behütet und beschützt, von unten durch die Engelchen, von oben durch die Ähren, die wachsen, so wie alles im Leben dem Licht entgegenwächst, auch nach dem Tod.
Verbunden das Leben und der Tod durch die schwarzen Stoffrosen und das strahlende Goldene, Göttliche, die Geborgenheit, die diese Madonna ausstrahlt, so wie sie da eingebettet ist in die Klosterarbeiten und das Holzdöschen...
Und oben drauf ein antikes Hochzeitssträusschen aus Pappe. Die HOCH- Zeit. Das Gemeinsame, die Verbundenheit, die Liebe, alles was Zusammenhält, auch wenn es durch den Tod eine Weile scheinbar getrennt wird. Irgendwann folgen wir unseren Lieben hinter den großen Vorhang und dann sind wir im Göttlichen wieder vereint.
Das Bildchen ist hinten datiert gewesen mit 1937. Die Dose wurde mit Borten beklebt, mit Stoffrosen und der Hintergrund des Bildchens mit Satinstoff in Gold und Braun überzogen.
Die Ornamente rund um das Bild sind aus Golddraht gewickelt und mit kleinen Ederschlingen umrandet.


Riesige Jesus- Statue schmücken

Ein 53 cm hoher geschnitzter Jesus aus Rumänien, den ich am Flohmarkt gefunden habe, sollte geschmückt werden. Vorgabe war nur, dass der Schmuck in GOLD sein sollte. Nach einer schamanischen Reise zu Jesus, war klar, dass so wenig wie möglich von der Holzfigur verdeckt werden sollte (um die Arbeit des Künstlers der ihn geschnitzt hat zu würdigen) und dass zum Gold noch rote Swarowski-Steine kommen sollen. In Absprache mit der Kundin fing ich also an voll zu improvisieren. Schnell geht bei dieser Arbeit gar nichts, an einigen Stellen tüftelte ich ewig rum, perfekt bin ich auch nicht, das ist mir klar... , aber ich hab viel dazu gelernt und letztendlich ist der Jesus fertig geworden. Er bekam eine Stola aus gewickeltem Golddraht und gewickelten Ornamenten am Rücken, sowie zwei Pfauenfedern mit Kreuznägeln, die von den Schultern "fliessen". Am unteren Ende der Statue wurde eine Blüte mit Ederschlingen befestigt. 

Eine zarte Holzmadonna im Glassturz

 

 

 

 

Diese zierliche Madonna mit 20 cm Höhe vom Flohmarkt sollte blau und gold geschmückt werden und unter einen Glassturz kommen. Sissi-Sterne und Seidenblümchen und spontan entstand noch der Kopfschmuck. Zufällig bekam ich auch den Glassturz gebraucht vom Flohmarkt, der genau für die kleine Madonna passte.

Haarschmuck für ein Kind, passend zum Dirndlkleid

Haarnadeln mit Sissi-Sternen sind schnell gemacht, kostengünstig und ein wirklich toller Blickfang zu jedem feierlichen Anlass. Sie können farblich passend zur Kleidung angefertigt werden und zieren jede Langhaarfrisur. Hier war der Wunsch, dass sie farblich zum Blau-Rosa Dirndlkleid passen sollte und wurde zu einer Erstkommunion getragen.

Mit Ederarbeiten geschmückter Schädel aus Kunstharz

"Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz. - Die Farben der Göttin" so lautete die Vorgabe der Kundin für einen Kunstharzschädel der geschmückt werden sollte.

Ansonsten hatte ich freie Hand und durfte intuitiv arbeiten.

Ich habe mich für die Edertechnik entscheiden, verwendete als Grundgerüst für die Krone schwarzen Brokatstoff der über Karton gezogen und mit festem Draht stabilisiert wurde. Das Stirnband ist eine antike venezianische Metallborte.

Der Kinn- Riemen ist wie auch die Krone mit roten Steinen geschmückt, die mit fein gewickeltem Haardraht eingefasst sind, dazu seitlich silberne Blätter und Blüten.

Der Schädel steht auf einem Polster aus dem selben Brokatstoff aus dem auch die Krone gemacht wurde, die Ecken zieren kleine silberne Quasten und er ist mit einer silbernen Kordel umnäht. Er wurde angefertigt von "Omas Nähstübchen" .

Fatschenkindl in Gold und Blau

Die Kundin hat mir hier freie Hand gelassen, ich durfte das Kindl schmücken wie ich wollte, nur farblich wurde der Hintergrundstoff dann doch in Gold statt in Blau genommen.

Das gewickelte Jesuskind (In Faschen gewickelt- davon leitet sich der Begriff "Fatschen" ab) liegt  in seinem pompösen Bettchen in der Holzspandose.
Den Fatschenkind- Rohling aus Wachs habe ich gebraucht und sehr günstig auf einer Internet- Flohmarkt- Seite gefunden. Die Holzspandose ist eine Extra- Anfertigung aus Deutschland. Überzogen wurde die Dose sowie eine Bodenplatte aus Karton mit schönem Stoff in Beige und Gold. Danach wurde die Dose aussen mit einer sehr extravaganten Borte aus goldenen und blauen Garnen geschmückt und die Innenseite ebenfalls. Das Kindl hatte keine Haare als es zu mir kam, ich konnte bei meiner lieben Freundin Franziska in Scheibbs die Haare kaufen und das Kindl bekam einen goldenen Heiligenschein aus gewickeltem Golddraht mit weißen Perlen.
Es wurde dann in Stoff gekleidet und mit weißer Spitze verziert, danach kamen die Klosterarbeiten auf das Kind und rundherum.
Für den Deckel meldete sich ein Engel, der drauf wollte, auch hier wurde rundherum eine Borte befestigt und oben mit einem silbernen schmalen Band der Rand beklebt.
Damit das Kindl nicht zu tief unten in der Dose verschwindet, wurde unter die Bodenplatte einfach Papier untergelegt, das ich zu einer Rolle gedreht und kreisförmig reingelegt habe.
Nun fehlt nur noch ein kleiner Kopfpolster aus dem Beige- Goldenen Stoff den ich auch für die Bodenplatte und die Seitenwände genommen habe, dann kann es an die Kundin verschickt werden. Den Polster näht mir die Schwiegermama auf der Nähmaschine, er wird mit Watte ausgefüllt, damit der Kopf des Kindls ein bisschen höher kommt.

Altes, kleines Fatschenkindl schmücken

Dieses Fatschenkindl hat seinen Weg vom Salzburgerischen zu mir ins Ybbstal gemacht um geschmückt zu werden. Eine Frau hatte es in ihrem Weihnachtsschmuck gefunden, wusste aber nicht, wo es herkam und fragte, ob man daraus irgendwas machen könnte.

Die von der Kundin bevorzugten Farben waren Rosa und Grün.

Ich habe noch bevor ich das Kindl bekam einen Plan gezeichnet und mich dann als es mit der Post gebracht wurde gestärkt mit der beiliegenden Schokolade an die Arbeit gemacht und am selben Abend war es fertig und lag in seinem Rosenbett... Die Vorderseite bildete rosa Samtstoff der über einen ovalen Karton gespannt wurde und mit einer Borte mit weißen Perlen geschmückt wurde. (Alles per Hand festgenäht) Das Kindl bekam Haare auf den Kopf, es wurde in Rosen gebettet und mit Klosterarbeiten geschmückt. Für die Rückseite suchte sich die Kundin ein Heiligenbildchen mit dem Jesuskind aus, darunter grünen Satinstoff auf dem Sonne Mond und Sterne zu sehen sind und eine Silberborte. Hier musste nun leider geklebt werden, da man nicht mehr nähen konnte, da die Vorderseite ja schon fertig war. Dieses Fatschenkindl wird nun in der Weihnachtszeit die Krippe der Kundin zieren.

Ahnenschrein

Für ihre verstorbenen Eltern und Großeltern wünschte eine Kundin sich einen kunterbunten Ahnenschrein und ließ mir dabei freie Hand. Ich durfte mich kreativ austoben und momentan bin ich bei der Fertigstellung des Werkstückes.

Große Holzmadonna schmücken

Diese 40 cm hohe Holzmadonna kam aus Deutschland zu mir und die Kundin wünschte sich die Farben Schwarz, Rot und Weiß,  weshalb ich mich an Granatperlen, schwarze Rosenkranzperlen und weiße Glasperlenblüten gehalten habe. Der etwas "fesselnde" Schmuck, den die Besitzerin ihr ursprünglich gab wurde nun aufgelockert, die Ranke umschließt das Kind und fällt mit den Kleiderfalten locker bis zum Boden.

Zarter Schmuck um eine Kriegerin weich werden zu lassen.

Die etwas kriegerische "Erdengöttin" bekam ich geschickt mit der Bitte, sie zu schmücken. Die Göttin hat selbst bestimmt was sie wollte, da hab ich mich nur von ihr führen lassen müssen. Jadesteine und rötliche Holzperlen, feine Drähte und nur für "untenrum" war die Ansage. ;-)

Schmuck für eine schmale Madonna aus dem 18. Jhdt.

Diese zarte Holzmadonna stammt von einem Flohmarkt aus Deutschland, wurde auf das 18. Jahrhundert geschätzt und die Besitzerin bat mich, sie zu schmücken und in einen Glassturz zu setzen.

Ich habe sehr zarte Blüten für sie gemacht und zu einem Kranz gebunden, der ihr nun zu Füssen liegt und an ihr hoch wächst. Der dunkel gebeizte Holzsockel passt perfekt dazu, als Bodenplatte habe ich Karton verwendet, der mit schönem Stoff in weinrot, bestickt mit Pailetten überzogen und mit einer feinen Goldborte benäht ist. Auch der Glassturz wurde mit einer Goldborte beklebt und mit einer kleinen Blüte geschmückt.

Geschenk für einen Mann

Was schenkt man einem Mann, bei dem man sich für etwas bedanken möchte? Mein Auftrag war, ich solle mich intuitiv führen lassen. Und entstanden ist dabei diese schwarze Madonna aus Altötting mit Blüten in Orange und Schwarz, silbernen Blättern und  Goldblüten. Auch diese Madonna bekam einen Glassturz mit Sockel.